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Jucken und chronisches zwanghaftes Hautknibbeln verursacht durch Depression und OCD - Psychogene Hautabschürfung

Zusammenfassung: OCD und Depression können die Ursache für chronisches Jucken und Hautknibbeln sein. Das Hautknibbeln verhilft zu einem subjektiven Gefühl der Beruhigung.

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Jucken und chronisches zwanghaftes Hautknibbeln verursacht durch Depression und OCD - Psychogene Hautabschürfung

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Frage: 
Schriftsteller: Martin Winkler,
übersetzt ins Deutsche von
.
Erste Version: 2006-11-28.
Letzte Änderung: 2014-11-22.

Gibt es seelische Ursachen für gewohnheitsmässiges Hautknibbeln, Jucken oder Juckreiz ?

Antwort:

Hautknibbeln und chronisches Jucken

Eine signifikante Zahl von Patienten (bis zu 2% aller Patienten einer Hautklinik) leiden unter Beeinträchtigungen, die durch chronisches Jucken und Hautknibbeln (psychogene Hautabschürfungen) leiden. Dieses Leiden wird bisher nicht als psychische Störung im Sinne des DSM (Diagnostisches und Statistisches Handbuch Psychischer Störungen) anerkannt, kann jedoch häufig mit anderen psychischen Störungen in Verbindung gebracht werden.

Aufgrund des wiederholenden Verhaltens und dem subjektiven Gefühl der Spannungsreduzierung kann es mit Schwierigkeiten in der Impulskontrolle und obsessiven Charakterzügen assoziiert werden. Es bestehen also Ähnlichkeiten zur Trichtotillomanie (zwanghaftes Haareausreissen). Das Hauptproblem für Menschen mit diesen Symptomen ist, dass sie auf ihrer Haut irgendwelche Unregelmässigkeiten entdecken. Die schlechte Angewohnheit, an der Haut zu knibbeln oder sie sonstwie zu manipulieren, verursacht zusätzlichen Juckreiz und die Hautoberfläche hat weiniger Möglichkeiten, sich zu erholen. Auf diese Art steigt die Tendenz, sie weiter zu manipulieren.

Die meisten der Patienten benutzen zum Kratzen oder Knibbeln ihre Fingernägel.

Es gibt mehrere psychische Störungen, die mehr oder weniger mit diesem Problem in Verbindung stehen. Es gibt ein ganzes Spektrum von Störungen, sodass man in den meisten Fällen nicht nur eine einzige Diagnose stellen kann, sondern ein ganzes Bündel von Komorbiditäten.

1. Zwangsstörungen

Eine Schwierigkeit bei psychogenem oder neurotischem Jucken besteht darin, dass der Betroffene nicht damit aufhören kann. Er weiss, dass er aufhören sollte, es gelingt ihm aber nicht. Bei manchen Menschen ähnelt die Symptomatik der einer Zwangsstörung. Wenn der Patient nach dem Kratzen Erleichterung verspürt, jedoch Angst, Nervosität oder zwanghafte Gedanken mit dieser Angewohnheit verbindet, lässt dies auf ein Störungsbild aus dem OCD- Bereich schliessen.

2. Dysmorphophobie

Manche Betroffene haben ein gestörtes Selbstbild und glauben, ein Problem mit ihrem äusseren Erscheinungsbild zu haben. Sie denken vielleicht, ihre Nase oder irgendein anderer Teil ihres Körpers sei zu hässlich. Auch wenn ihre Umwelt dies nicht so sieht, glauben sie dennoch, sich optisch verändern zu müssen. Dies kann ebenfalls zu Problemen wie chronischem Juckreiz führen.

3. Stimulationen

Für einige Menschen mit ADHS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit o. ohne Hyperaktivität) oder ähnlichen Störungen ist das Jucken und Kratzen der Haut ein Mittel der Selbststimulation. Der Schmerz hilft, das Gehirn zu aktivieren und sich eine Weile zu konzentrieren. Viele Menschen mit ADHS sind sich dieser Angewohnheit nicht bewusst.

4. Psychotische Störungen

Dies sind seltene Störungen. Bei einigen Menschen jedoch grenzen der Juckreiz oder das Gefühl, kleine Tiere unter der Haut zu haben, an psychotische Zustände.

Die Therapie richtet sich nach dem ursächlichen Problem. Man hat gute Erfahrungen mit SSRI´s (z.B. Fluvoxamin) bei diesem Störungsbild gemacht. Die gute Nachricht ist, dass SSRI´s definitiv wirken bei Zwangsstörungen, Dysmorphophobie und Depressionen. Es gibt also eine realistische Chance, dass diese Medikamente einen postiven Einfluss auf den Schweregrad der Symptome haben.

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Information: Die medizinischen und psychologischen Informationen auf dieser Seite sind allein zur Information über Medizin und Psychologie gedacht. Die Texte ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt oder Psychologen. Die Auskunft auf unserem Gesundheitsportal ersetzt nicht eine Diagnostik und Behandlung bei einem Arzt bzw. Psychiater oder Psychologe. Sie sollten daher nicht anhand der alleinigen Informationen eine bestehende Behandlung ändern. Wenn Sie fehlerhafte medizinische oder psychologische Antworten gefunden haben, schreiben Sie bitte an [email protected].
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