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Opipramol (Insidon R)

Zusammenfassung: Opipramol Informationen zu Wirkung Nebenwirkung Dosierung und Absetzen von Insidon mit dem Wirkstoff Opipramol

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Opipramol (Insidon R)

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Frage: 
Schriftsteller: Dr Martin Winkler
Erste Version: 2011-08-21.
Letzte Änderung: 2015-01-23.

Was muss ich über Opipramol wissen ?
Welche Nebenwirungen hat Opipramol ?

Antwort:

Gesundheitsportal > Medikamente > Antidepressiva > Opipramol / Insidon

 

Opipramol : Was ist Opipramol (Insidon)

Opipramol ist ein recht gerne bei Hausärzten und einigen älteren Psychiatern eingesetztes Mittel gegen Anspannungszustände / Ängste bwz Depressionen.

Letztlich ist aber trotz der jahrelange Anwendung der genaue Wirkmechanismus und auch die zu erwartenden Wirkungen nicht so ganz klar, weshalb unter klinisch tätigen Psychiatern eher grosse Zurückhaltung bzw. Skepsis anzutreffen ist, wenn mal wieder eine Patientin oder Patient mit 50 mg Opipramol in die Klinik kommt.

Indikationen, also Anwendungsgebiete von Opipramol sind eigentlich nicht Depressionen sondern

  1. Generalisierte Angststörung
  2. Somatoforme Störungen

Wie wirkt Opipramol ?

Die Hauptwirkungen von Opipramol (z.B. Insidon R)) sind wohl :

 

  • sedierende Wirkung, d.h. das Medikament macht müde
    Vermutlich wirkt Opipramol letztlich ähnlich wie alte Antihistaminika, weshalb es müde macht und gerne bei Schlafstörungen im Zusammenhang mit Unruhe / Anspannung gegeben wird
  • anxiolytisch = angstlösend
    Opipramol (z.B in Insidon ) soll eine angstlösende Wirkung haben. Dieser Effekt ist aber meistens nur gering ausgeprägt. Dennoch kann man überlegen, ob eben die Gabe von Opipramol die Gabe eines Benzodiapezpins im Rahmen einer Angstbehandlung ersetzen soll. Dies gilt bei der Hauptindikation der Generalisierten Angststörung

antidepressiv = gering stimmungsaufhelllend
Obwohl es auch als Antidepressivum vermarktet bzw. von den Ärzten angepriesen wird, ist der antidepressive Effekt nur gering. Vermutlich ist doch eher der beruhigende = müde machende Effekt im Vordergrund.

Offiziell hat Opipramol keine Zulassung als Antidepressivum, sondern nur bei Angststörungen wie der Generalisierten Angststörung bzw. der Somatoformen Störung

-> Als Antidepressivum mögen die meisten "moderneren" Psychiater das Medikament Opipramol eigentlich gar nicht...

Opipramol Dosierung

 

Die Empfehlung bei der Generalisierten Angststörung und bei somtoformen Störungen ist meistens, dass man morgens und mittags je 50 mg und abends dann 100 mg Opipramol  gibt. Aufgrund des sedierenden Effektes (Opipramol macht müde) wird aber häufig zunächst nur abends 50 bis 100 mg Opipramol gegeben und dann schrittweise auch tagsüber je 50 mg dazu gegeben.

Die Anwendungsdauer von Opipramol ist unterschiedlich. Um überhaupt eine Wirkung zu erreichen ist eine regelmässige Einnahme über 2 Wochen erforderlich. Eine Besserung der Stimmung bzw. Angstsymptome ist meistens erst im Schnitt nach 1 bis 2 Monaten zu erwarten.

 

Opipramol Nebenwirkungen


Im Gegensatz zu anderen angstlösenden Medikamenten aus der Gruppe der Benzodiazepine hat Opipramol kein Suchtrisiko = Abhängigkeitspotential.
Im Vergleich zu modernden Antidepressiva sind aber die unerwünschten Effekte bzw Wechselwirkungen von Opipramol erheblich. Gerade in therapeutisch wirksamer Dosierung von 100-150 mg sind typische Nebenwirkungen vor allem

  • Gewichtszunahme
  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Konzentrations-und Gedächtnisprobleme
  • Mundtrockenheit
  • Blasenentleerungsprobleme
  • allergische Hautreaktionen
  • Blutbildveränderungen

Trotz dieser ganzen aufgezählten Nebenwirkungen von Opipramol kommen einige Patienten mit diesem Präparat gut aus und haben keinerlei Beschwerden.

Da aber wenig Wirkungsnachweise als Antidepressivum bestehen, sollte eine Neueinstellung auf dieses Medikament bei Menschen mit Depressionen eigentlich nicht erfolgen

Opipramol als Einschlafhilfe bei Angst und Depressionen

 

Zusammenfassung : Der Wirkstoff Opipramol hat eine recht unspezifische Wirkung, so dass die Einnahme einerseits bei Angst, als Antidepressiva bei Depressionen und vor allem auch bei Schlafstörungen vom Arzt empfohlen wird. Die Behandlung mit Arzneimittel mit diesem Wirkstoff wurde jedoch nicht so gut wissenschaftlich untersucht, so dass viele Psychiater in der Abwägung von Wirkung und möglichen Nebenwirkungen dieser Medikamente eher nicht empfehlen würden.
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Information: Die medizinischen und psychologischen Informationen auf dieser Seite sind allein zur Information über Medizin und Psychologie gedacht. Die Texte ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt oder Psychologen. Die Auskunft auf unserem Gesundheitsportal ersetzt nicht eine Diagnostik und Behandlung bei einem Arzt bzw. Psychiater oder Psychologe. Sie sollten daher nicht anhand der alleinigen Informationen eine bestehende Behandlung ändern. Wenn Sie fehlerhafte medizinische oder psychologische Antworten gefunden haben, schreiben Sie bitte an [email protected].
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