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Benzodiazepin-Abhängigkeit bei Schlafmitteln durch chronische Einnahme

Zusammenfassung: Toleranz bei Schlafmitteln und Benzodiazepin-Abhängigkeit : Bei längerer Einnahme von Benzodiazepinen / Schlafmitteln kann sich eine Toleranz entwickeln, so dass eine höhere Dosis oder häufigere Einnahme bzw. ein Wirkverlust auftritt.

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Benzodiazepin-Abhängigkeit bei Schlafmitteln durch chronische Einnahme

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Frage: 
Schriftsteller: Prof. Heather Ashton, University of Newcastle, Department of Neurology, Neurobiology & Psychiatry
Erste Version: Nov 2006.
Letzte Änderung: Mai 2008.

Warum muss ich ständig die Dosis meiner Schlaftabletten erhöhen?
Meine Schlaftabletten wirken nicht mehr
Was ist mit Toleranzentwicklung von Benzodiazepinen gemeint

Antwort:

Benzodiazepin-Abhängigkeit / Schlafmittel-Missbrauch


Ein wesentliches Problem bei der längeren Einnahme von sogenannten Benzodiazepinen wie z.B. Diazepam / Valium, Lorazepam / Tavor, Bromazepam u.a. ) ist es, dass bestimmte Wirkeffekte nachlassen. Man muss also entweder eine höhere Dosis der Tabletten oder eine häufigere Einnahme vornehme, um die gleiche erwünschte Wirkung zu erzielen. Leider kann dies bis zur Medikamentenabhängigkeit führen.

Die Toleranzentwicklung der Benzodiazepine verläuft jedoch unterschiedlich.

Schlafmittel-Toleranz

Der sog. hypnotische Effekt der Benzodiazepine bewirkt, dass man nach der Einnahme müde wird und die Zeit bis zum Einschlafen verkürzt wird. Allerdings verändern Schlafmittel auch den Tiefschlaf bzw. das Schlafmuster. Bereits nach relativ kurze Zeit lässt der für Schlafstörungen gewünschte Effekt nach . Dies ist vielleicht in der Behandlung von Angststörungen oder bestimmten Einsatzoptionen bei Muskelverspannungen wüschenswert. Bei Schlafstörungen führt dies jedoch dazu, dass die Patienten immer grössere Mengen des Schlafmittels einnehmen. Dies kann dann zu einem Überhang mit ständiger Müdigkeit am Tag und erneuten Einschlafstörungen am Abend führen.

Die Toleranzentwicklung des angstlösenden und beruhigenden Effekt der Benzodiazepine ist in aller Regel weit später zu beobachten. Bei einigen wenigen Patienten ist sogar gar keine Dosissteigerung zu verzeichnen. Dennoch berichten viele Angstpatienten unter der Einnahme von Benzodiazepinen, dass es eine ganz langsame Verschlechterung der Angsterkrankung kommt und scheinbar zu einem späteren Zeitpunkt nach Monaten wieder Panikattacken auftreten. Das Problem der Dauereinnahme der Benzodiazepine besteht jetzt darin, dass natürlich einerseits keine Wirkung mehr besteht. Andererseits würde jetzt bei einem Benzodiazepinentzug eine Entzugssymptomatik mit Unruhe, Schlafstörungen, Anspannung etc auftreten, die ganz ähnliche Symptome wie die eigentliche Angstströrung aufweist.

Wenn man also längerfristig (d.h. in aller Regel über 3-4 Wochen) Benzodiaezpine nimmt, kann letztlich dadurch sogar die Angststörung verstärkt werden.

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Information: Die medizinischen und psychologischen Informationen auf dieser Seite sind allein zur Information über Medizin und Psychologie gedacht. Die Texte ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt oder Psychologen. Die Auskunft auf unserem Gesundheitsportal ersetzt nicht eine Diagnostik und Behandlung bei einem Arzt bzw. Psychiater oder Psychologe. Sie sollten daher nicht anhand der alleinigen Informationen eine bestehende Behandlung ändern. Wenn Sie fehlerhafte medizinische oder psychologische Antworten gefunden haben, schreiben Sie bitte an [email protected].
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