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ADHS und Isolation - Probleme von Kindern mit ADHS in Gruppen

Zusammenfassung: Warum meiden Kinder mit ADHS Gruppen und haben nur wenig Freunde?

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ADHS und Isolation - Probleme von Kindern mit ADHS in Gruppen

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Frage: 
Schriftsteller: Martin Winkler
Erste Version: 04 Feb 2003.
Letzte Änderung: 13 Jan 2004.

Warum meiden Kinder mit ADHS Gruppen und haben nur wenig Freunde?
Unser Sohn Tim ist jetzt 7 Jahre alt und hat ADHS. Seiner Lehrerin fällt auf, dass er nur selten in Gruppenaktivitäten teilnimmt und lieber Einzele sucht. Er selber sagt, er fühlt sich unwohl und kann so viele Menschen schlecht aushalten. Was ist mit ihm los?

Antwort:

Viele Eltern machen die Erfahrung, dass ADHS-Kinder soziale Probleme mit Gleichaltrigen haben und Gruppensituationen meiden. Sie haben dann höchstens einen guten Freund oder eine Freundin oder spielen lieber allein.

Ein Grund kann dabei sein, dass sich die Kinder von den vielen verschiedenen Wahrnehmungen und Reizen in der Gruppensituation einfach überreizt und überfordert fühlen. Vielen Kindern fällt es zunächst schwer, bei einem Gruppengespräch die Stimmen zuordnen, voneinander zu trennen und jeweils darauf zu reagieren und dabei auch noch störende Hintergrundgeräusche zu filtern. Dann kann es sein, dass die Kinder einfach vom raschen Themenwechsel überfordert sind und den Gesprächen bei ihrer eigenen Art der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung zunächst gar nicht folgen können. Gerade wenn die Aufmerksamkeitsspanne zu kurz ist, fehlt den Kindern dann der rote Faden des Gespräches, so dass sie sich häufig in ihre eigene Phantasiewelten zurückziehen oder nur Kontakte in sehr überschaubaren und strukturiertem Umfeld suchen.

Leider fühlen sich viele ADHS-Kinder aber auch ausgegrenzt und haben Schwierigkeiten in sozialen Kontakten. Ihr eigenes Selbstwertgefühl kann gestört sein, so dass sie selber schon befürchten abgelehnt und ausgegrenzt zu werden. Dies kann zu Ängsten z.B. vor Blamage oder Isolation führen, so dass die Kinder garnicht erst Kontakte suchen.

Man kann versuchen, sein Kind auf solche Situationen besser vorzubereiten.

Einerseits sollte sich überprüft werden, ob ihr Kind von einer medikamentösen Therapie profitiert. Im Rahmen einer psychotherapeutischen Hilfestellung können solche Situationen besprochen und Hilfsmöglichkeiten erarbeitet werden.

Hierzu kann man z.B. zunächst nur einen guten Freund oder eine Freundin zum Spielen einladen und eine für ihr Kind günstige Umgebung zu schaffen.

Zusätzlich sollte man versuchen, in Vereinen oder z.B. in einem Chor oder einer Musikgruppe Kontaktmöglichkeiten zu schaffen, die nicht allein auf Gespräche ausgerichet sind.

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Information: Die medizinischen und psychologischen Informationen auf dieser Seite sind allein zur Information über Medizin und Psychologie gedacht. Die Texte ersetzen nicht die Beratung durch einen Arzt oder Psychologen. Die Auskunft auf unserem Gesundheitsportal ersetzt nicht eine Diagnostik und Behandlung bei einem Arzt bzw. Psychiater oder Psychologe. Sie sollten daher nicht anhand der alleinigen Informationen eine bestehende Behandlung ändern. Wenn Sie fehlerhafte medizinische oder psychologische Antworten gefunden haben, schreiben Sie bitte an [email protected].
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